Flurförderzeug Ausbildung

Vorbemerkung:
Jeder Betrieb, der Flurförderzeuge betreibt, muss über Fahrer verfügen, die mit diesen Flurförderzeugen sicher, wirtschaftlich und zweckentsprechend umgehen können. Dies trifft insbesondere bei Gabelstablern zu.
Wer einen Kraftfahrzeug-Führerschein besitzt, ist nicht allein deshalb schon befähigt, Gabelstapler zu führen. Mit dem Gabelstapler Lasten heben und senken, Güter ein- und auslagern, auf Laderampen rangieren, zwischen Staplen und Regalen zu fahren ist etwas anderes, als ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu lenken. Hinzu kommt die andere Bauweise der Gabelstapler: Die Lenkachse befindet sich hinten; dies führt zu einem anderen Fahr- und Lenkverhalten als beim Lastkraftwagen oder Personenwagen.
Die Last liegt - im Unterschied zum Lastkraftwagen - vor dem Fahrer frei auf den Gabelzinken, sie kann am Hubmast gehoben und gesenkt, vor- und zurückbewegt werden. Und nicht zuletzt verlangt das Standsicherheitsverhalten von Gabelstaplern eine andere Fahrweise als beim Kraftfahzeug. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Gabelstapler, sondern für nahezu alle Flurförderfahrzeuge mit Hubgerüst.
Verständlich, dass nicht jeder, auch wenn er schon lange einen Kraftfahrzeug-Führerschein besitzt, mit einem Flurförderzeug fahren darf. Er würde sich und andere in Gefahr bringen.
Dieser BG-Grundsatz soll es ermöglichen, anhand der vorgegeben Maßstäbe geeignete Personenauszuwählen und diese durch eine entsprechende Ausbildung zum Führen von Flurförderzeugen zu befähigen.

Quelle: Auszug aus DGUV Grundsatz 308-001 (ehemals BGG 925)


Die Flurförderzeugausbildung wird aufgrund der DGUV Grundsatz 308-001 (ehemals BGG 925) und der DGUV Vorschrift 68 (ehemals BGV D 27) ausgebildet. Bei Nachweis durch das Unternehmen, dass der Arbeitnehmer im Unternehmen Fahrpraxis über einen längeren Zeitraum erworben hat, kann von der vorgegebenen Ausbildungszeit abgewichen werden. Dieses bedarf aber der Prüfung im Einzelfall. Die Ausbildung kann bei uns im Haus, oder auch vor Ort beim Kunden mit entsprechendem Equipment durchgeführt werden. 

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung in der Stufe 1 „Allgemeine Ausbildung“ sollte sich über 3 bis 5 Tage bzw. 20 bis 32 Lehreinheiten (LE) erstrecken. Davon umfasst der theoretische Teil mindestens 10 Lehreinheiten. Eine Lehreinheit beträgt 45 Minuten. Die Ausbildungsdauer der Stufe 2 „Zusatzausbildung“ und Stufe 3 „Betriebliche Ausbildung“ richtet sich nach Gerätebauart und Einsatzgebiet. 

Quelle: DGUV Grundsatz 308-001 (ehemals BGG 925 abs. 3.5 “Dauer der Ausbildung”)